06.03.2018 
Covestro, Rocket Internet und Co

Investoren greifen bei Index-Aufsteigern zu - Kurse springen

Covestro-Vorstände beim Börsengang 2015: Der Spezialchemiekonzern steigt in den Dax auf - den Anlegern gefällt's.
AFP
Covestro-Vorstände beim Börsengang 2015: Der Spezialchemiekonzern steigt in den Dax auf - den Anlegern gefällt's.

Mit teils hohen Kursgewinnen haben am Dienstag die Aktien der Indexaufsteiger auf die künftig größere Börsenprominenz reagiert. So stiegen Covestro-Aktien um mehr als 3 Prozent - der Spezialchemiekonzern steigt in den Dax auf. Die Änderungen in den Indizes werden zum 19. März wirksam.

Absteiger aus dem Dax sind die Papiere des Medienkonzerns ProSiebenSat.1 . Weniger die Nachricht vom Abstieg, sondern vor allem eine sogenannte Short-Attacke belastete zuletzt erheblich. Das selbsternannte Analysehaus Viceroy Research erhob zahlreiche Anschuldigungen gegen das Unternehmen, woraufhin der Kurs knapp 7 Prozent auf 28 Euro einbüßte und damit auf den niedrigsten Stand seit Anfang Dezember rutschte.

In den MDax der 50 mittelgroßen Börsenwerte werden Rocket Internet und Aroundtown aufgenommen. Sie sind bislang im SDax der kleineren Nebenwerte enthalten. Der Kurs der Startup-Schmiede zog um 3,8 Prozent an, die Anteilsscheine der Immobiliengesellschaft gewannen 1,9 Prozent.

Auch die Kurse der Aufrücker in den Technologieindex TecDax legten zu. So stiegen die Papiere des Anlagenbauers Aumann um 6,6 Prozent und die des Automatisierungsspezialisten Isra Vision um 2,8 Prozent. Auf der Stelle traten hingegen Aktien der Jost Werke und von Corestate, die zum SDax dazu stoßen.

Weniger einheitlich waren die Reaktionen der Indexabsteiger. So rückten die Aktien des MDax-Absteigers Südzucker um 1 Prozent vor. Die stark schwankenden Aktien von Steinhoff gaben um 0,5 Prozent nach, die Papiere des in finanzielle Schieflage geratenen Möbelhändlers verlassen ebenfalls den MDax.

Adva Optical , die den TecDax verlassen, gaben um 1,4 Prozent nach. Aktien von GFT Technologies kletterten trotz der Entnahme aus dem Index um 4,3 Prozent. Allerdings waren die Papiere des IT-Dienstleisters seit Sommer vergangenen Jahres um fast 40 Prozent gefallen.

cr/dpa-afx

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