11.10.2018 
Nach Kursrutsch in New York

Dax stürzt auf tiefsten Stand seit Februar 2017

Händler im Handelssaal der Frankfurter Börse
DPA
Händler im Handelssaal der Frankfurter Börse

2. Teil: US-Börsen geben erneut nach - Folgt jetzt die Korrektur am Aktienmarkt?

In den USA gab der Wall-Street-Index Dow Jones zum Handelsschluss in Deutschland weiter nach - um 0,6 Prozent. Die technologielastigen Nasdaq-Indizes sanken um 0,1 Prozent. Beide zentralen Indizes hatten am Vortag drastisch verloren und die Indizes in Asien am Donnerstagmorgen ebenfalls mit kräftigen Kursverlusten geschlossen. Der Nikkei hatte 4 Prozent verloren. An der Börse im chinesischen Shanghai gaben die Kurse um mehr als 5 Prozent nach und fielen auf den tiefsten Stand seit November 2014. In Shenzhen schloss der Handelsplatz sogar 6,45 Prozent im Minus.

Händler nennen gleich mehrere Gründe für den Kurssturz:

Zugleich stellt sich für Marktbeobachter die bange Frage, ist das nun der Beginn einer echten Korrektur am Aktienmarkt? In New York gingen die Meinungen da gsetern auseinander. Steve Massocca, Senior Vice President bei Wedbush Securities in San Francisco, meinte, der Abschwung sei von kurzer Dauer. Er rechne mit einer schnellen Erholung schon in den nächsten Tagen. Einige Investoren und Analysten äußerten sich da besorgter. "Es ist wahrscheinlich der Beginn der Korrektur", sagte Oliver Pursche, Vice Chairman und Chief Market Stratege bei Bruderman Asset Management in New York.

Im Video: Trump keilt gegen die Fed

Die Kursverluste nahm indes US-Präsident Donald Trump zum Anlass, erneut gegen die Notenbank Federal Reserve (Fed) zu stänkern. "Ich denke, dass die Fed einen Fehler macht", sagte Trump am Mittwoch auf die Frage eines Journalisten nach dem heftigen Kursrückgang an der Wall Street. Die Notenbank fahre geldpolitisch einen zu straffen Kurs. "Ich denke, die Fed ist verrückt geworden", sagte Trump vor einer Wahlkampfveranstaltung in Pennsylvania.

Trump hatte die US-Geldpolitik bereits zuvor wiederholt öffentlich kritisiert, was für US-Präsidenten ungewöhnlich ist. Ende September meldete er sich zu Wort, nachdem die Fed die Leitzinsen zum dritten Mal in diesem Jahr angehoben hatte: "Leider haben sie die Zinsen gerade wieder erhöht. Ich bin darüber nicht glücklich."

Trump befürchtet, dass die Notenbank den US-Wirtschaftsboom abwürgen könnte. Fed-Chef Jerome Powell betonte aber jüngst die Unabhängigkeit der Notenbanker: "Wir berücksichtigen keine politischen Faktoren."

mit Nachrichtenagenturen

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