19.01.2018 
Inflation als Kennzahl

Diese Faktoren könnten die Aktien-Rally beenden

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Aktienhändler in New York: Die Kurse an der Wall Street steigen und steigen - aber wie lange noch?
AFP
Aktienhändler in New York: Die Kurse an der Wall Street steigen und steigen - aber wie lange noch?

An der New Yorker Börse, die weltweit nach wie vor eine Leitfunktion hat, steigen die Aktienkurse in immer rasanterem Tempo. Wer wissen will, wann die Hausse zu enden droht, sollte vor allem einen Kennzahl im Blick haben.

Wer glaubt, die Börse in Deutschland laufe gut, der hat vermutlich lange nicht über den großen Teich in die USA geschaut: Dort hat der Leitindex Dow Jones allein seit Beginn des vergangenen Jahres um mehr als 30 Prozent zugelegt. Der hiesige Dax dagegen kam im gleichen Zeitraum auf vergleichsweise bescheiden anmutende 15 Prozent.

Immer rasanter geht es in letzter Zeit mit den US-Aktienkursen aufwärts, und nicht wenige dürften sich fragen, wie lange das noch so weiter gehen kann. Anders gefragt: Was muss passieren, damit die Aktienhausse an der Wall Street endet? Schließlich hat die New Yorker Börse nach wie vor eine wichtige Leitfunktion für andere Handelsplätze weltweit, auch für den deutschen.

Zur Beantwortung der Frage muss zunächst zwischen taktischen und strategischen Erwägungen unterschieden werden: Bei ersterem geht es um mögliche kurzfristige Kurskorrekturen, die am grundlegenden Aufwärtstrend nicht viel ändern, während letzteres eine echte Wende bedeuten würde, vom Bullen- in den Bärenmarkt.

US-Anleger warten seit 400 Handelstagen auf eine Korrektur

Dass eine solche vorübergehende Kurskorrektur an der US-Börse überfällig ist, steht außer Zweifel. Selten zuvor in der Geschichte des US-Aktienhandels hat es einen längeren Zeitraum gegeben, in dem die Kurse nicht wenigstens einmal zwischenzeitlich signifikant, also etwa um 5 Prozent oder mehr, gefallen wären.

Gegenwärtig warten die Investoren bereits an die 400 Handelstage auf diesen Rücksetzer, wie beispielsweise die US-Bank Goldman Sachs vorrechnet. Die Zeitspanne übersteigt bei weitem den Durchschnitt der vergangenen Jahrzehnte von etwa 90 Tagen.

Rücksetzer nur eine Frage der Zeit

Hinzu kommt: Das Tempo der Kurssteigerungen hat zusehends angezogen. Binnen lediglich zwei Wochen gelang es dem Leitindex Dow Jones zuletzt, eine Spanne von 1000 Punkten zu überwinden, um in dieser Woche erstmals einen Handelstag oberhalb der 26.000-Punkte-Marke zu beenden. Zum Vergleich: Zwischen dem ersten Sprung über die 22.000er-Marke und jenem über die 23.000 Punkte lagen noch acht Wochen. Danach dauerte es bis zum nächsten 1000er-Schritt zunächst sechs Wochen und daraufhin nur noch fünf Wochen.

So entstand ein Kurschart für den Dow Jones sowie ebenfalls für den breiter gefassten US-Index S&P 500, der sich immer steiler nach oben richtet. Erfahrene Beobachter wissen: Ein Knick nach unten kann da nur eine Frage der Zeit sein.

Doch das heißt nicht, dass mit einem solchen Rückschlag gleich die komplette Aktienhausse beendet wäre. Im Gegenteil: Je früher die Korrektur kommt, desto milder dürfte sie ausfallen - und desto größer erscheint daher auch die Wahrscheinlichkeit, dass es danach wieder aufwärts gehen kann. Schließlich sprechen die grundlegenden Faktoren, also vor allem das robuste US-Wirtschaftswachstum sowie die überzeugenden Geschäftsergebnisse und -ausblicke der meisten Konzerne, nach wie vor für mindestens stabile Aktienkurse an der US-Börse.

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