14.09.2017  Dax im Minus

Deutsche-Bank-Aktionäre beunruhigt

Dax-Anleger halten sich zurück. Die Gewinnwarnung des weltgrößten Rückversicherers Munich Re verunsicherte die Anleger nur kurz. Unter Verkaufsdruck stehen dagegen die Aktien der Deutschen Bank.

Ohne klare Richtung hat sich der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag präsentiert. Enttäuschende Konjunkturdaten aus China hätten das Kaufinteresse gedämpft, während der jüngste Rückgang des Euro für Entlastung gesorgt habe, hieß es. Nun mehrten sich die Signale, dass die Gemeinschaftswährung bei 1,20 US-Dollar ihren vorläufigen Hochpunkt erreicht haben könnte.

Der Dax notierte am Abend 0,10 Prozent niedriger bei 12.540 Punkten, nachdem er am Vortag leicht zugelegt und den höchsten Stand seit rund acht Wochen erreicht hatte. Für den MDax , in dem die Aktien mittelgroßer Unternehmen vertreten sind, ging es hingegen um 0,08 Prozent auf 25 262,47 Punkte aufwärts. Der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 0,22 Prozent auf 2364 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte 0,11 Prozent ein.

Aus Branchensicht waren Autowerte zur Messe IAA europaweit mit einem Plus von 0,6 Prozent mit am stärksten gefragt. Die Anteilsscheine von Continental , BMW und Daimler gehörten mit Gewinnen zwischen 0,2 und 2,2 Prozent zu den Top-3-Werten im Dax.

Unter den Einzelwerten zeigten sich die Aktien der Munich Re mittags kaum verändert, nachdem sie vorbörslich noch um rund 3 Prozent abgesackt waren. Der Rückversicherer hatte am Vorabend gewarnt, dass der Jahresgewinn wegen hoher Schäden der Wirbelstürme "Harvey" und "Irma" niedriger als angepeilt ausfallen könnte.

Die Titel der Deutschen Börse und der Deutschen Bank litten unter Meldungen zu ihrem Führungspersonal. So will der Börsenbetreiber mit der Zahlung einer Strafe von 10,5 Millionen Euro das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Frankfurt gegen ihren Chef Carsten Kengeter aus der Welt schaffen. Die Aktien der Deutschen Börse verloren 0,5 Prozent.

Bei der Deutschen Bank sind Aktionäre offenbar zunehmend unzufrieden mit Vorstandschef John Cryan. Er habe in den zwei Jahren an der Spitze der Deutschen Bank "schlicht zuwenig" verändert, zitierte die Zeitung einen namentlich nicht genannten Investor. Deutsche-Bank-Papiere verbilligten sich am Dax-Ende um 0,8 Prozent.

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mg/rei/rtr

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