11.09.2017  Ratiopharm-Mutter

Aktionäre jubeln über Teva-Chef

Teva-Fabrik in Paris
AFP
Teva-Fabrik in Paris

Der mit Problemen kämpfende weltgrößte Generika-Hersteller Teva Pharmaceutical hat nach langer Suche einen neuen Chef gefunden. Der erfahrene Pharmamanager Kare Schultz soll das Unternehmen mit Hauptsitz in Israel wieder auf Kurs bringen. Ein genaues Eintrittsdatum nannte Teva am Montag in Jerusalem aber nicht.

Anleger reagierten höchst erfreut auf die Personalie: Die Aktien der israelischen Ratiopharm-Mutter schossen am Montag um 8,8 Prozent auf den höchsten Stand seit drei Wochen nach oben.

Teva, der Mutterkonzern des deutschen Generika-Herstellers Ratiopharm, stand mehrere Monate ohne festen Chef da. Der vorherige Konzernlenker Erez Vigodman hatte das Unternehmen im Februar verlassen. Seitdem wurde Teva von Interimschef Yitzhak Peterburg geführt, der bis zum Eintreffen von Schultz auch weiterhin die Geschäfte leiten wird.

Der 56-jährige Schultz steht seit 2015 an der Spitze des dänischen Pharmaunternehmens Lundbeck, davor war er beim Insulinspezialisten Novo Nordisk fürs Tagesgeschäft zuständig. Schultz steht vor einer schwierigen Aufgabe: Abschreibungen auf Firmenwerte in den USA hatten bei Teva im zweiten Quartal für einen Nettoverlust von 6 Milliarden Dollar gesorgt. Der Konzern hatte daher seine Gewinnprognose für das laufende Jahr gesenkt und die Dividende gekappt.

dpa

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