07.12.2017  Zeitung enthüllt mysteriösen Kunstkäufer

Dieser Prinz soll den Da Vinci für 450 Mio $ gekauft haben

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Stolzer Besitzer: Prinz Bader bin Abdullah bin Mohammed bin Farhan al-Saud ersteigerte laut "New York Times" das Gemälde "Salvator mundi" von Leonardo da Vinci für 450 Millionen Dollar - der höchste Preis für ein Kunstwerk auf einer Auktion bisher.
twitter/KSASociety; Getty Images
Stolzer Besitzer: Prinz Bader bin Abdullah bin Mohammed bin Farhan al-Saud ersteigerte laut "New York Times" das Gemälde "Salvator mundi" von Leonardo da Vinci für 450 Millionen Dollar - der höchste Preis für ein Kunstwerk auf einer Auktion bisher.

15. November 2017, New York City. Eine der meistbeachteten Kunstauktionen des Jahres endet mit einer Sensation: Das Bild "Salvator mundi", ein etwa 500 Jahre altes Gemälde des italienischen Meisters Leonardo da Vinci, kommt für sage und schreibe 450,3 Millionen US-Dollar (etwa 380 Millionen Euro) unter den Hammer. Es ist der mit weitem Abstand höchste Preis, der bislang auf einer Auktion für ein Kunstwerk gezahlt wurde. Zuvor hielt den Rekord das Gemälde "Les femmes d'Alger" von Pablo Picasso, das 2015 für rund 180 Millionen Dollar versteigert worden war.

Seit jenem Tag im November beschäftigt vor allem eine Frage die Kunstwelt (und auch zahlreiche Personen darüber hinaus): Wer in aller Welt zahlt einen solchen Betrag für ein einziges Gemälde? Wer also ist der Käufer des "Salvator mundi"? Das Auktionshaus Christie's verweigert seit der Versteigerung jede Information über den Käufer des Bildes.

Verschiedene Spekulationen machten daher in der Zwischenzeit die Runde: War es ein amerikanischer Hedgefonds-Milliardär? Ein superreicher Chinese? Oder wurde das Gemälde gar mit Öl-Dollars aus dem nahen Osten bezahlt? Verschiedene Medien zitierten Fachleute, denen zufolge für diesen Deal lediglich eine sehr überschaubare Käuferschar in Frage käme.

Wer beinahe eine halbe Milliarde Dollar für ein Gemälde bezahlt, ist wahrscheinlich mehr als fünf oder gar zehn Milliarden Dollar schwer, mutmaßte beispielsweise der US-Sender CNBC bereits kurz nach der Auktion. Reichtumsexperten zufolge beschränke das den Kreis möglicher Käufer auf etwa 150 der weltweit mehr als 2000 Milliardäre.

Zuletzt verortete die französische Zeitung "Le Journal du Dimanche" zwei Investmentgesellschaften hinter dem Da-Vinci-Kauf. Sie hätten ein Finanzabkommen mit mehreren großen Museen, so die Zeitung. In dessen Rahmen solle das Gemälde vor allem Museen in Asien und dem Nahen Osten geliehen oder weiterverkauft werden.

Doch damit hat das französische Blatt den Kern der Wahrheit offenbar nicht getroffen, wie jetzt die "New York Times" enthüllt. Der US-Zeitung zufolge handelt es sich bei dem geheimnisvollen Käufer vielmehr um Prinz Bader bin Abdullah bin Mohammed bin Farhan al-Saud aus Saudi-Arabien, einen bislang weitgehend unbekannten Spross aus einem Seitenarm des saudischen Königshauses, der auch als Kunstsammler in der Vergangenheit noch nicht in Erscheinung getreten ist.

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