22.12.2017 
Noch wenige Tage bis Jahreswechsel

Neue Fondssteuern ab 2018 - was Anleger noch tun müssen

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Alle Jahre wieder: Die Steuererklärung wird für manche Investoren künftig einfacher, denn die Fondsbesteuerung wird vereinheitlicht
DPA
Alle Jahre wieder: Die Steuererklärung wird für manche Investoren künftig einfacher, denn die Fondsbesteuerung wird vereinheitlicht

Mit dem neuen Jahr werden neue Regeln für die Besteuerung von Investmentfonds wirksam. Vieles wird damit für Anleger einfacher - doch ein Eingriff des Staates dürfte sie nicht unbedingt erfreuen.

Jahreswechsel sind meist mit vielen Änderungen und Neuerungen verbunden, auch für Geldanleger. Dieses Mal kommt eine besonders umfangreiche Umstellung auf Inhaber von Investmentfonds und börsengehandelten Indexfonds, so genannten ETFs, zu: Die Bundesregierung hat schon vor Längerem beschlossen, die Besteuerung dieser Fonds komplett zu reformieren - zum 1. Januar 2018 tritt das zu dem Zweck verabschiedete Gesetz nun in Kraft.

Die zahlreichen Änderungen in wenigen Sätzen zusammenzufassen, ist unmöglich. Zu umfangreich und komplex ist das künftig geltende Steuersystem. Die Website Finanztip.de beispielsweise hat dazu eine ausführliche und gut verständliche Aufarbeitung erstellt. Viele Informationen und Antworten auf drängende Anlegerfragen gibt es zudem beim Fondsverband BVI.

Die aus Sicht von Fondsanlegern wichtigsten Punkte sind in jedem Fall diese:

Wichtig ist jedoch zu wissen: Das gilt nur für Gewinne, die ab dem 1. Januar 2018 anfallen. Alles, was zwischen 2009 und heute an Kurszuwächsen erreicht wurde, bleibt weiterhin steuerfrei. Und: Für die künftig anfallenden Gewinne genießt jeder Anleger einen Freibetrag von 100.000 Euro - nur, was er darüber hinaus an Kursgewinnen mit seinen Altbeständen erzielt, gerät in den Zugriffsbereich des Finanzamts.


Die Commerzbank beispielsweise weißt zudem auf eine Feinheit hin: Der Freibetrag "atmet" gewissermaßen, so die Bank. Das heißt: Sollten im Laufe der kommenden Jahre mit "Altfonds" einmal Verluste anfallen, so kann der bis dahin durch vorherige Gewinne bereits dezimierte Freibetrag damit wieder "aufgefüllt" werden.

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