25.07.2018  Epic Games-Chef Tim Sweeney

Diesen Mann machte der Spiele-Hit "Fortnite" zum Milliardär

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Zum Geburtstag viel Glück: Epic Games-Chef Sweeney (kleines Foto) wurde mit "Fortnite" steinreich - anlässlich des ersten Geburtstags des erfolgreichen Spiels gibt es für die Fans für kurze Zeit Rucksäcke in Gestalt von Geburtstagstorten, die sie ihren virtuellen Charakteren auf den Rücken schnallen können.
[m] HypeZoneFortnite/mixer; Getty Images
Zum Geburtstag viel Glück: Epic Games-Chef Sweeney (kleines Foto) wurde mit "Fortnite" steinreich - anlässlich des ersten Geburtstags des erfolgreichen Spiels gibt es für die Fans für kurze Zeit Rucksäcke in Gestalt von Geburtstagstorten, die sie ihren virtuellen Charakteren auf den Rücken schnallen können.

Eltern von Teenagern, die stundenlang vor der Konsole hocken, Profisportler, Hiphop-Musiker, Youtuber und viele, viele andere aufgepasst. Wer wissen will, bei wem am Ende all das Geld landet, das virtuell im zurzeit höchst populären Computerspiel Fortnite ausgegeben wird: Dieser Mann ist damit steinreich geworden.

Tim Sweeney ist der Hauptgesellschafter und Chef der Spielefirma Epic Games, die Fortnite auf den Markt gebracht hat. Das Spiel ist seit Monaten weltweit so erfolgreich wie kaum ein anderes zuvor. Bis Anfang Juni wurde es rund um den Globus von 125 Millionen Menschen gespielt, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Allein seit der Veröffentlichung der aktuellen Version im vergangenen September spielte Fortnite Umsätze von mehr als 1,2 Milliarden Dollar ein.

Sweeneys Firma Epic Games, die der 47-jährige vor fast 30 Jahren im Keller seines Elternhauses gestartet hat, ist damit plötzlich fünf bis acht Milliarden Dollar wert, so Bloomberg. Und der Firmeninhaber selbst ist plötzlich Milliardär.

Das Spiel Fortnite funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Eine Gruppe von 100 Spielern - genauer gesagt: deren virtuelle Charaktere - landen in einer Comic-artig anmutenden Welt gemeinsam auf einer Insel und müssen sich gegenseitig bekämpfen. Gewonnen hat, wer als letzter noch "lebt". Dabei konkurrieren die Spieler um Waffen und Ressourcen, die ihnen bei ihrem Überlebenskampf von Nutzen sein können. Gesteigert wird die Dramaturgie einer Runde, weil das Gebiet, auf dem sich der Wettstreit abspielt, laufend schrumpft.

Die ökonomische Besonderheit des Fortnite-Erfolgs ist indes: Sweeney geht einen anderen Weg als viele andere Spieleanbieter. Er verkauft Fortnite nicht, sondern er verschenkt es. Das Spiel kann kostenlos heruntergeladen und gespielt werden. Umsätze generiert Epic Games ausschließlich durch so genannte In-Game-Verkäufe: Die Spieler kaufen Anzüge (sogenannte Skins) für ihre virtuellen Charaktere, Tänze (wie sie inzwischen von vielen Fußballprofis - auch bei der WM in Russland - beim Torjubel nachgeahmt werden) oder spezielle Missionen.

Christoph Rottwilm auf Twitter

So klingelt bei dem Unternehmen die Kasse, und ein Ende des Fortnite-Hypes ist derzeit kaum absehbar. Zurzeit feiert Fortnite mit seiner Fan-Gemeinde seinen einjährigen Geburtstag mit besonderen Events innerhalb des Spiels. Die Millionen Gamer rund um die Welt können sich freuen: Dabei haben sie die Möglichkeit, von Epic Games auch innerhalb des Spiels etwas geschenkt zu bekommen.

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