09.01.2018  Wegen Bedenken der SEC

Zwei Fondsfirmen verzichten auf Bitcoin-ETFs

Bitcoin: Finanzaufsicht SEC meldet Bedenken gegen Bitcoin-ETF an
REUTERS
Bitcoin: Finanzaufsicht SEC meldet Bedenken gegen Bitcoin-ETF an

Die Digitalwährung Bitcoin schwankt weiter stark. Nun haben zwei Fondsgesellschaften ihre Pläne für Bitcoin-ETF zu den Akten gelegt.

Wegen Bedenken der US-Finanzaufsicht SEC haben zwei Fondsgesellschaften ihre Pläne für Bitcoin-ETFs zu den Akten gelegt. SEC-Mitarbeiter hätten sich wegen der Liquidität und Bewertung von Future-Kontrakten auf Basis der Kryptowährung besorgt geäußert, wie aus einer Mitteilung hervorgeht, die bei der Behörde hinterlegt wurde.

Mit der Auflage der Fonds sollten Anleger nach dem Willen der Firmen Rafferty Asset Management und Exchange Traded Concepts in Bitcoin so einfach wie in Aktien investieren können. Geplant war, dass einer der börsennotierten Fonds (ETF) um das zweifache gehebelt ist (leverage etf) - also doppelt so stark fällt oder steigt wie Bitcoin.

Mit den passiven Investmentsfonds ETF haben Anleger die Möglichkeit, die Kursentwicklung eines Index, einer Währung oder eines anderen Basiswertes abzubilden, ohne direkt in diese investieren zu müssen.

Der Bitcoin-Handel ist bisher teuer und kompliziert sowie von starken Preisausschlägen gekennzeichnet. Eine Einführung von Bitcoin-ETF würde es breiteren Käuferschichten ermöglichen, mit Bitcoin zu handeln.

Bitcoin klettert wieder über 15.000 US-Dollar-Marke

Die Digitalwährung Bitcoin hat sich unterdessen nach ihrem Kurssturz am Montag wieder stabilisiert. Am Montag Nachmittag war Bitcoin zeitweise wieder unter die Schwelle von 14.000 US-Dollar gefallen. Die Kursverluste betrugen zeitweise 15 Prozent (2500 Dollar): Anschließend setzte die Digitalwährung wieder zur Erholung an und kletterte wieder über die Marke von 15.000 US-Dollar. Spekulative Anleger, die mit dem Bitcoin Geld verdienen wollen, brauchen weiterhin starke Nerven und müssen extrem hohe Schwankungen aushalten.

Vor einem Jahr war die weltweit wichtigste Kryptowährung noch für weniger als 1000 Dollar zu haben gewesen. Zeitweise erreichte der Bitcoin-Kurs im Dezember ein Niveau von 20.000 US-Dollar, danach setzten jedoch Gewinnmitnahmen ein.

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Ein Grund für die Kursrally war die Einführung von Terminkontrakten durch zwei die große US-Börsen und damit der Vorstoß ins klassische Finanzsystem. Kurz vor Weihnachten rutschte der Kurs jedoch um fast 40 Prozent in Richtung 11.000 Dollar ab. Nun pendelt der Kurs wieder zwischen 14.000 und 15.000 US-Dollar.

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Notenbanker und Experten warnen immer wieder vor der Unberechenbarkeit des Bitcoin und sprechen eher von einem Spekulationsobjekt als einer Währung, da einer der wichtigsten Eigenschaften von klassischem Geld - die Wertstabilität - nicht gewährleistet sei.

Gleichzeitig faszinieren Bitcoin und Co. die Anleger vor allem in Asien. Zwei große US-Börsen haben mittlerweile Terminkontrakte auf den Bitcoin aufgelegt. Damit ist die Kryptowährung in der klassischen Finanzwelt angekommen. Sogar die US-Großbank Goldman Sachs plant inzwischen, ins Geschäft mit Bitcoin einzusteigen und eine Handelsabteilung für Bitcoin und andere Kryptowährung aufzubauen.

Auch die US-Banken und Börsenplätze wollen am Bitcoin-Rausch mitverdienen. "Wir werden in den kommenden Monaten Vertrauen schaffen, und bleiben Sie dran, es wird noch mehr kommen", sagte Ed Tilly, Chef der US-Terminbörse CBOE. Dabei könne es um Optionen auf Future-Kontrakte und Indexfonds (ETF) gehen. Auch könnten Produkte für andere Kryptowährungen außer Bitcoin folgen.

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Niemals zuvor hätte ein neues Produkt an der CBOE soviel Interesse auf sich gezogen. "Es war so aufregend für uns, dies auf den Markt zu bringen. Ich sagte dem Team letzte Nacht, ich sagte: Lass uns das jeden Sonntag machen! Das ist eine Menge Spaß!", so Tilly weiter.

Bislang allerdings hat die US-Börsenaufsicht SEC alle Vorschläge für ein Bitcoin-ETF abgelehnt. Befürworter glauben dennoch, dass ein erfolgreiches Debüt der Terminkontrakte den Plänen neues Leben einhauchen und die Aufsicht milder stimmen könnten.

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Nach Worten des Börsenchefs hatte die CBOE unlängst Berufung gegen eine Entscheidung der SEC eingelegt, die einen CBOE-gelisteten Bitcoin-ETF blockierte, der von der Bitcoin-Börse Gemini vorgeschlagen wurde, den die Chicagoer Börse für den Schlussabrechnungspreis seiner Bitcoin-Futures-Kontrakte verwendet.

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