15.09.2017  Kurssturz der Digitalwährung - minus 40 Prozent binnen drei Wochen

Bitcoin stürzt weiter ab - China schließt Handelsbörse

Bitcoin: Kurssturz um 40 Prozent binnen drei Wochen
REUTERS
Bitcoin: Kurssturz um 40 Prozent binnen drei Wochen

Der Kurssturz der Digitalwährung Bitcoin hat sich am Freitag fortgesetzt. An vielen wichtigen Handelsbörsen wie Coinbase oder Bitstamp fiel die Kryptowährung zeitweise unter die Marke von 3000 US-Dollar. Auf Bitstamp wurden im Tief 2972 Dollar für einen Bitcoin erreicht (siehe Bitcoin-Chart). Das waren 12 Prozent weniger als am Vortag. Seit dem Rekordhoch von knapp 5000 Dollar Anfang September beträgt das Minus etwa 40 Prozent.

Die Zukunft des Geldes: Ist Bitcoin mehr als nur ein Hype?

Verglichen mit herkömmlichen Währungen sind die Kursschwankungen von Digitalwährungen wesentlich größer. Der Bitcoin stand zu Jahresbeginn bei 1000 Dollar, verfünffachte sich dann im Wert bis zum Frühherbst und stürzte abschließend wieder ab.

China schließt weiteren Handelsplatz - auch digitale Börsengänge verboten

Belastet wurde der Kurs zuletzt durch die angekündigte Schließung einer großen Handelsbörse in China und Spekulationen, wonach China den Betrieb von Handelsbörsen für Digitalwährungen komplett verbieten könnte. Vor wenigen Tagen hatte die chinesische Regierung digitale Börsengänge, bei denen Kryptowährungen verwendet werden (ICOs), verboten.

Bankchef Jamie Dimon: "Bitcoin ist Betrug"

Bitcoin ist die bekannteste unter den mittlerweile zahlreichen Digitalwährungen, die in den vergangenen Jahren entstanden sind. Sie werden im Gegensatz zu herkömmlichen Währungen nicht von einer staatlichen Zentralbank ausgegeben, sondern in einem komplizierten technischen Verfahren von privaten Nutzern hergestellt (Mining).

Hintergrund: "Blockchain verändert alles"

Befürworteter schätzen die Unabhängigkeit von staatlicher Kontrolle, Kritiker bringen Kryptowährungen mit kriminellen Handlungen in Verbindung. Neben Bitcoin gibt es zum Beispiel die Digitalwährungen Etherium, Monero und Ripple.

la/reuters/dpa

Mehr zum Thema