22.08.2017  Stiftung Warentest

Diese Girokonten sind wirklich kostenlos

Konten ohne Grundgebühr gibt es viele, häufig zahlt man aber für jede einzelne Überweisung extra
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Konten ohne Grundgebühr gibt es viele, häufig zahlt man aber für jede einzelne Überweisung extra

Deutschlands Banken lassen sich ihre Dienste immer häufiger extra bezahlen. Nach einer Auswertung der Zeitschrift "Finanztest" gibt es aber noch 23 Girokonten, die wirklich kostenlos sind.

Die Zeiten kostenloser Bankkonten neigen sich langsam dem Ende zu. Kaum ein Monat vergeht, in dem nicht eine weitere Bank neue Gebühren für ihre Dienstleistungen einführt. Damit die Gebührenerhöhungen nicht so auffallen, haben sich viele Banken und Sparkassen ein teilweise kompliziertes System aus verschiedenen Kontomodellen einfallen lassen: vom Premiumkonto mit allen Extras und hoher Grundgebühr bis zum Billigkonto ohne Grundgebühr, bei dem der Kunde aber für jede Überweisung extra zahlen muss.

Der Grund für den Preisanstieg: Durch die Niedrigzinsen können Banken derzeit kaum mit Kundenguthaben Geld verdienen. Traditionell leben die Institute vor allem vom sogenannten Zinsüberschuss, also die Differenz zwischen dem, was sie zum Beispiel für Kredite kassieren und auf der anderen Seite ihren Kunden als Sparzinsen zahlen. Da aber die EZB die Zinsen auf Null gesenkt hat und der Unterschied zwischen lang- und kurzfristigen Zinsen so gering ist, brechen den Banken die Einnahmen weg.

Eine Auswertung der Zeitschrift "Finanztest" zeigt nun: In Deutschland gibt es derzeit noch 23 Banken, die Gratiskonten ohne Bedingungen anbieten. Dafür hat "Finanztest" 231 Kontomodelle von 104 Banken getestet. Bei diesen 23 Konten sind alle Onlinebuchungen inklusive, die Girocard kostenlos und der Kunde muss keine Bedingungen erfüllen. Es muss nur jeden Monat ein Gehalt oder eine Rente eingehen. Beleghafte Überweisungen, also Papier-Überweisungen, kosten bei manchen dieser Konten extra.

Kunden, denen eine Filiale wichtig ist, werden bei vier überregionalen Banken fündig. Regional bieten einige PSD Banken und die Sparda München ein Gratisgirokonto an. Kunden, die keinen Wert auf eine Filiale legen, finden außerdem bei neun Direktbanken ein kostenloses Girokonto.

Kostenlose Girokonten, überregionale Angebote

Bank Filialen Kontoname Jahres­preis Online-Kunde (Euro) Weitere Kosten beleghafter Überweisung (Euro pro Überweisung)
1822direkt nein GiroSkyline 0 1,50
Comdirect Bank nein Girokonto 0 4,90
Consorsbank nein Girokonto 0 2,95
DKB nein Cash 0 0
Edekabank nein Edeka-Konto 0 0
ING-Diba nein Girokonto 0 0
N26 nein Girokonto 0 nicht angeboten
Norisbank nein Top-Girokonto 0 nicht angeboten
PSD-Niederbayern-Oberpfalz ja Mein GiroDirekt 0 0
Santander Bank ja 1 2 3 Girokonto 0 1,50
Santander Consumer Bank ja GirokontoKombi 0 1,50
Sparda Hessen ja Giro 0 0,95
Wüstenrot Bank nein Top Giro 0 3,00

Stand: 21.08.2017
Quelle: Finanztest

Kostenlose Girokonten, regionale Angebote

Bank Filialen Kontoname Jahres­preis Online-Kunde (Euro) Weitere Kosten beleghafter Überweisung (Euro pro Überweisung)
PSD Hessen-Thüringen ja GiroOnline 0 2,50
PSD Karlsruhe-Neustadt ja GiroDirekt 0 nicht angeboten
PSD Kiel ja GiroDirekt 0 0
(1,00 ab 11.Monat)
PSD Koblenz ja GiroDirekt 0 1,50
PSD Köln ja GiroDirekt 0 1,00
PSD München ja GiroDirekt 0 0
(1,00 ab 6.Monat)
PSD Nürnberg ja GiroDirekt 0 0
PSD RheinNeckarSaar ja GiroDirekt 0 0
PSD Rhein-Ruhr ja GiroDirekt 0 1,00
Sparda München ja Girokonto Online 0 0

Stand: 21.08.2017
Quelle: Finanztest

Detailliertere Ergebnisse der Auswertung finden Sie bei Finanztest.

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