12.09.2017  Mehr Aktien, mehr Private-Equity

Hedgefonds adé - Superreiche wenden sich Private-Equity zu

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Läuft in St. Moritz: Die Superreichen weltweit konnten sich zuletzt über hübsche Renditen freuen, zeigt die UBS-Studie
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Läuft in St. Moritz: Die Superreichen weltweit konnten sich zuletzt über hübsche Renditen freuen, zeigt die UBS-Studie

2. Teil: Das neue Risiko im Portfolio der Milliardäre

In der Folge schossen neue Hedgefonds vor allem an der New Yorker Wall Street wie Pilze aus dem Boden. Ende 2007 gab es weltweit mehr als 10.000 Hedgefonds, so Bloomberg.

Es folgte der Niedergang: Die Fonds konnten ihre Outperformance nicht halten, und viele von ihnen sind inzwischen wieder komplett von der Bildfläche verschwunden. Allein zwischen 2008 und 2016 wurden Bloomberg zufolge jährlich im Schnitt 33 Hedgefonds-Firmen aufgelöst.

Beliebter sind heute beispielsweise Indexfonds, die für Investoren deutlich kostengünstiger sind. Dafür bieten sie zwar wenig Hoffnung auf überschießende Renditen, stattdessen aber die Sicherheit, zumindest die durchschnittliche Marktperformance nicht zu verpassen. Zudem setzen auch die Superreichen laut Untersuchung von UBS und Campden Research verstärkt auf Private-Equity-Investments.

Letzteres ist allerdings nicht ganz ohne: Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass sich im Private-Equity-Markt möglicherwiese ähnliches entwickelt, wie in der Vergangenheit bei den Hedgefonds. Besonders erfreuliche Renditen zogen zuletzt viele Investmentgelder in diese Branche, und sorgten so für einen Boom. So zitiert Bloomberg Zahlen von Prequin, wonach zwischen 1980 und 2015 im Schnitt 220 neue Private Equity-Firmen pro Jahr entstanden seien. Allein im Jahr 2016 waren es jedoch beinahe 900 Neugründungen.

Christoph Rottwilm auf Twitter

Ende 2016 gab es weltweit bereits mehr als 7000 Private-Equity-Unternehmen, so Bloomberg. Kaum vorstellbar, dass jede davon auch künftig jene attraktiven Renditen erzielen kann, mit denen die Branche in der Vergangenheit ihre Kunden erfreute. Schließlich wurden durch die vielen Investments der vergangenen Jahre die Preise in diesem Bereich bereits erheblich in die Höhe getrieben.

Gut möglich also, dass die Liebe der Investoren zum Private-Equity irgendwann in Zukunft ähnlich unglücklich endet, wie jene zu den Hedgefonds.

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