29.12.2018 
Technologie-Trends

Buzzwords im Check: Was ist 2018 besser geworden?

Von und

9. Teil: Agilität

Arbeit mit der Scrum-Methode
Getty Images/iStockphoto
Arbeit mit der Scrum-Methode

Das Versprechen: Die Welt wandelt sich immer schneller - nicht nur die deutsche Autoindustrie und der Einzelhandel haben schmerzvoll erfahren, dass sich Kundenwünsche, wichtige Technologien, gesetzliche Vorgaben und das Verhalten der Wettbewerber rasant verändern können. Was gestern noch als bewährte Strategie galt, führt morgen schon in eine Sackgasse: Nur wer flexibel und bereit ist, das scheinbar Bewährte stets neu in Frage zu stellen und notfalls zu zerstören (Buzzwort: Disruption, Baby), wird Erfolg haben. Agiles Management bedeutet auch, Hierarchien aufzubrechen und Verantwortung auf Teams zu übertragen, die Sinn und Zweck ihrer Arbeitsprozesse stets aufs Neue hinterfragen. Eine neue, aufregende Arbeitswelt - eigentlich.

Die Realität: Es bewegt sich was in deutschen Unternehmen - doch keineswegs so rasch, wie sich Fans des agilen Managements dies wünschen. Bislang war Agilität vor allem eine Goldgrube für Berater, die mit großer Geste verunsicherten CEOs erklären, warum Agilität viel mehr als Flexibilität bedeutet und warum sie Kunden und Mitarbeiter viel stärker in ihre Gedanken einbeziehen müssen. Kunden, Konkurrenz und technischen Wandel im Blick zu behalten, scheint manchen Unternehmenslenkern keine ganz neue Idee. Und die alten Hierarchien im Unternehmen aufzubrechen und Verantwortung aufzuteilen, das ist für viele wirklich neu, aber auch, nun ja, etwas schmerzlich. Und damit keine Prio 1.

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