29.12.2018 
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6. Teil: Autonomes Fahren - Der erste tödliche Unfall

Das autonome Unfallfahrzeug von Uber in den USA
REUTERS/ NTSB
Das autonome Unfallfahrzeug von Uber in den USA

Das Versprechen: Viele Menschen glauben zwar, gern hinterm Steuer des eigenen Wagens zu sitzen. Richtig fröhliche Gesichter sieht man im Stau, auf drögen oder gehetzten Autobahnfahrten aber selten. Und selbst die besten Fahrer machen Fehler. Verkehrsunfälle sind Todesursache Nummer eins für junge Menschen in vielen Ländern.

Das ließe sich vermeiden, wenn Maschinen das Steuer übernehmen, die sich immer an die Regeln halten. Weniger Stress gäbe es auch, die Fahrzeit könnte man produktiver - oder angenehmer - nutzen. Und wenn diese autonomen Autos dann noch in Sharing-Flotten nach Bedarf unterwegs wären, wären eine Menge Parkplätze unnötig.

Die Realität: Vor allem in den USA haben die Forscher in Millionen Fahrmeilen Erfahrung mit selbstfahrenden Autos gesammelt. Einen heftigen Rückschlag gab es im März mit dem ersten tödlichen Unfall bei einem Testlauf von Uber in Arizona. Das Unternehmen galt schon zuvor als schwarzes Schaf der Branche; die weitaus erfahrenere Google-Firma Waymo konnte im Dezember ebenfalls in Arizona den ersten kommerziellen Betrieb mit Robotertaxis starten.

Der Unfall stellt die Technik nicht infrage. Doch die gesellschaftliche Akzeptanz bleibt - neben technischen Problemen wie sicherem Datentransfer oder dem richtigen Verhalten im chaotischen Miteinander mit menschlichen Verkehrsteilnehmern - der wunde Punkt. Wollen Autokäufer überhaupt auf autonome Autos umsteigen, und lassen die Staaten sie frei fahren? Ein Geschäftsmodell, das die investierten Milliarden in naher Zukunft wieder hereinholt, ist weit und breit nicht zu sehen.

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