29.12.2018 
Technologie-Trends

Buzzwords im Check: Was ist 2018 besser geworden?

Von und

13. Teil: Big Data - Ein Jahr voller Skandale

Marc Zuckerbergs massive Verfehlungen kamen 2018 ans Licht
AFP
Marc Zuckerbergs massive Verfehlungen kamen 2018 ans Licht

Das Versprechen: Der Begriff Big Data beschreibt die ständig wachsenden Datenmengen und die Technologien, die sie verarbeiten. Dadurch, dass beispielsweise Sensoren, die in Autos oder Smartphones verbaut sind, günstiger werden, produzieren die Nutzer immer mehr Informationen. Die können für allerlei Dinge gebraucht werden: Fitnessmessung oder personalisiertes Marketing sind da nur zwei Einsatzgebiete. Die Analysen der Daten sollen der Gesellschaft Wert bringen: Diagnostik soll zum Beispiel vorangebracht werden, Unternehmen wollen ihre Kunden enger an sich binden und Staaten wollen für Sicherheit sorgen.

Die Realität: In vielen Bereichen hilft Big Data. In der Medizin werden beispielsweise Werkzeuge entwickelt, die Ärzte bei dem Stellen der richtigen Diagnose helfen sollen. Symptome und damit zusammenhängende Krankheiten werden technisch in Verbindung gesetzt und sind per Datenbank zugänglich. In den USA arbeitet ein Konsortium derzeit daran, die Behandlungen in Krankenhäusern zu verbessern. Dafür sammeln die Forscher Daten darüber, wie Krankenpfleger Patienten behandeln und welche Ergebnisse dadurch entstehen.

Das Jahr 2018 wurde allerdings vor allem von Datenskandalen geprägt. Allen voran steht Facebook, dass gleich mehrfach eingestehen musste, mit persönlichen Daten seiner Nutzer schlampig umgegangen zu sein. Auch Amazon leistete sich schwere Pannen: Der smarte Lautsprecher Amazon Echo schickte beispielsweise persönliche Sprachnachrichten an Dritte. Bisher fehlt es an Schritten, die die Riesenkonzerne bei dem Thema in die Knie zwingen. Ohne die Sicherheit und Vertrauen kann aber das volle Potenzial von Big Data nicht ausgeschöpft werden.

Die Big-Data-Firma Palantir, laut Chef Alex Karp mit dem Anspruch, "das wichtigste Unternehmen der Welt" zu werden, steht außerdem vor dem Börsengang 2019 unter Beobachtung. Die andauernden Verluste zwingen erst einmal zum Sparen - auch wird Palantir alle Mühe haben, seinen Ruf als Spionagepartner der US-Regierung loszuwerden.

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