29.12.2018 
Technologie-Trends

Buzzwords im Check: Was ist 2018 besser geworden?

Von und

12. Teil: Mobiles Bezahlen - Eserreicht die deutschen Bargeldnarren

Zahlreiche Dienste für das mobile Bezahlen starteten 2018 in Deutschland, auch Apple und Google Pay
REUTERS
Zahlreiche Dienste für das mobile Bezahlen starteten 2018 in Deutschland, auch Apple und Google Pay

Das Versprechen: Schluss mit lästigem Kramen nach Scheinen und Münzen. Wenn alle mit dem Smartphone bezahlten, würde Bargeld überflüssig. Das wäre nicht nur bequemer, es würde laut einer Studie der Steinbeis-Hochschule der deutschen Privatwirtschaft (vor allem dem Handel) auch Kosten von zwölf Milliarden Euro jährlich ersparen. Lediglich der Staat mit den bisherigen Seigniorage-Gewinnen der Bundesbank würde verlieren - könnte aber zugleich darauf hoffen, die auf Cash gegründete Schattenwirtschaft einzudämmen.

Die Realität: Kostenlos ist das mobile Bezahlen nicht - gerade für kleine Einzelhändler, auf die es im Alltag ankommt, eine große Hürde: Allerlei Zahlungsdienstleister wie Kreditkartenfirmen, Hardware-Anbieter oder Banken wollen mitverdienen. Selbst kleine Transaktionsgebühren machen den Vorteil der schnelleren Abwicklung an der Kasse leicht wieder zunichte - wenn es denn überhaupt tatsächlich schneller geht.

Deutschland ist im Vergleich zu Ländern wie Schweden oder chinesischen Großstädten schwieriges Terrain. Nicht nur haben viele Deutsche eine Vorliebe für greifbare Bar-Werte (so schmuddelig und vergänglich die auch sein mögen). Drei Viertel der Zahlungen werden noch immer bar abgewickelt, wenn auch zumeist für Kleinbeträge. Die Banken und Sparkassen stehen oft auf der Bremse, weil ihnen die Konditionen der Smartphone-Betriebssystemhüter Google und Apple nicht schmecken.

Immerhin: Beide Bezahldienste, Google Pay und Apple Pay, sind auf dem deutschen Markt 2018 angekommen. Für Apple Pay, vier Jahre zuvor auf dem US-Markt gestartet, ist es Land Nummer 32.

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