29.12.2018 
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10. Teil: 3D-Druck

Sohlenproduktion von Adidas-Sportschuhen in Ansbach (Bayern)
Adidas / DPA
Sohlenproduktion von Adidas-Sportschuhen in Ansbach (Bayern)

Das Versprechen: Schmutzige, lärmende Großfabriken, lange Transportwege für schwere Güter - all das soll mit der Massenverbreitung des 3D-Drucks der Vergangenheit angehören. Stattdessen können Menschen Produkte in kleinen, dezentralen Geschäften fertigen lassen - oder gleich zu Hause selbst ausdrucken. Die Drucker bauen Schicht für Schicht dreidimensionale Gebilde auf, sie verarbeiten Plastik, Keramik, Metall und sogar organischen Substanzen.

Entsprechend groß ist die Bandbreite der möglichen Anwendungen: Sie reicht vom kleinen Plastik-Ersatzteil über Metalldüsen, Implantate oder maßgeschneiderte Mode bis hin zum kompletten Eigenheim aus einem 3D-Druckroboter. Sogar gedruckte Ersatzorgane für Menschen oder gar eine gedruckte, essbare Pizza scheinen möglich. Eine "industrielle Revolution" versprechen seine Proponenten - und das seit mehreren Jahren.

Die Realität: Vor drei Jahrzehnten wurde der 3D-Druck erfunden, bisher macht er sich im Alltag nur in überschaubarem Maß bemerkbar. Immerhin: Zahnimplantate und Hörgeräte-Schalen werden heute millionenfach gedruckt statt gefräst. Und ein paar Teile für Flugzeuge oder Industrieanlagen entstehen heute nur mehr im 3D-Drucker statt auf einer normalen Produktionsanlage.

Doch von einer Massenverbreitung des 3D-Drucks kann bisher nicht die Rede sein. Noch sind Gussformen das schnellste und günstige Verfahren, um große Mengen exakt gleicher Teile zu erzeugen. Denn die Schicht-um-Schicht-Printer arbeiten vergleichsweise langsam, ihre Stärken spielen sie bei kleinen Mengen individuell angepasster Teile aus. Doch das soll sich ändern. Mehrere große US-Konzerne investieren nun in Start-ups, die etwa deutlich schnellere 3D-Metalldrucke im industriellen Maßstab möglich machen wollen. Das dürfte aber noch ein paar Jahre brauchen.

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