10.10.2018 
Techinvestor erwägt Investment von bis zu 20 Mrd Dollar

Softbank will Coworking-Start-up WeWork mit Geld überschütten

WeWork-Büros im Sony Center in Berlin
WeWork
WeWork-Büros im Sony Center in Berlin

Der japanische Technologieinvestor und Telekomkonzern Softbank ist einem Zeitungsbericht zufolge an einem größeren Anteil am Büroflächen-Anbieter WeWork interessiert. Dabei gehe es um eine Summe zwischen 15 und 20 Milliarden Dollar, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen.

Es könnte sich damit um eine der größten Transaktionen des derzeitigen Start-up-Booms handeln. Offen sei, ob Softbank dabei eine Mehrheit an WeWork anstrebe, sagte ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Softbank und WeWork lehnten eine Stellungnahme ab. Bereits im Juni sollen beide Unternehmen dem Medienbericht nach über eine kleinere Investition gesprochen haben. Noch ist offen, ob es zu einer Vereinbarung kommt.

Softbank hat sich einen Namen als Geldgeber für Technologiefirmen gemacht. Der Vision Fund von Softbank gehört mit 93 Milliarden Dollar zu den größten Fonds der Welt, er wird zu großen Teilen von Vermögensfonds aus Saudi Arabien und Abu Dhabi gestützt.

Schon jetzt hält Softbank über den Fonds einenAnteil an WeWork: Bereits im vergangenen Jahr hat sich der Fonds für 4,4 Milliarden Dollar mit 20 Prozent an WeWork beteiligt. Softbank ist zudem der größte Anteilseigner des Mitfahrdienstes Uber und verfügt unter anderem über Beteiligungen an den Mitfahrdiensten Didi aus China und Grab aus Südost-Asien.

WeWork existiert seit acht Jahren. Das Unternehmen vermietet Büroplätze und Gewerbeflächen auf Monatsbasis und verfügt über Niederlassungen in 77 Städten weltweit, darunter auch Berlin, Frankfurt, München und Hamburg.

wed/dpa/Reuters

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