08.09.2018 
Digital Detox

Tricks für eine bessere Phone-Life-Balance

Von
Leonhard Hilzensauer

Dass Apps und Smartphones schwer abhängig machen können, ist nicht nur gestressten Teenager-Eltern seit langem bekannt: Nutzer möglichst lange und möglichst intensiv mit den eigenen Geräten und Applikationen zu beschäftigen, gehört schließlich zum Geschäftsmodell der großen Tech-Konzerne. Lernen sie doch so möglichst viel über die Vorlieben ihrer Nutzer - und sammeln Daten, das "Öl der Neuzeit", mit denen sich gutes Geld verdienen lässt.

Doch dass das ständige Hängen über dem Smartphone auch gesellschaftliche Kosten hat und das süchtigmachende Potenzial der digitalen Technologien von vielen mittlerweile kritisch betrachtet wird, haben mittlerweile auch die großen Tech-Konzern bemerkt. Und Technologien entwickelt, mit denen Nutzer ihre Bildschirmzeit zumindest überwachen können.

So können Nutzer bei Apples neuem Betriebssystem iOs12 sich über "Screen Time" einen Einblick darüber verschaffen, wie lange sie jeden Tag oder jede Woche online waren, wie oft sie ihr Telefon kontrolliert, wie lange Social-Media-Kanäle oder andere Apps genutzt haben.

Über die "Nicht-Stören-Funktion" lassen sich zudem Benachrichtigungen an bestimmten Orten ausstellen. Und auch nachts lässt sich das Telefon mittlerweile so einstellen, dass man zwar die Zeit ablesen kann, Nachrichten aber verborgen werden.

Warnung bei manischem Scrollen

Auch Facebook, dass sich zuletzt mit regelrechten Abstinez-Wellen konfrontiert sah, versuchte mit einer Umgestaltung des Newsfeeds gegenzuwirken und wieder mehr nicht kommerzielle Inhalte zu bevorzugen. Über "Your Time" können sich Nutzer zudem einen Überblick über ihre Nutzung verschaffen.

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Fans der zu Facebook gehörigen Plattform Instagram, die jeden Post der letzten zwei Tage angesehen haben, werden über eine "You are all caught up" Benachrichtigung zudem informiert, dass sie jetzt erst einmal auf dem aktuellen Stand sind.

Und sogar Google nimmt sich mit "Google Wellbeing" mittlerweile möglicher Suchtgefahren an. Und zeigt Nutzern unter anderem auf, wie oft sie ihr Telefon entsperrt haben. Und gibt ihnen sogar die Möglichkeit, sich für bestimmte Anwendungen Zeitlimits zu setzen, nach denen sie dann herausgekickt werden. Außerdem können sie eine Uhrzeit festzulegen, ab der Nachrichten stummgestellt und der Bildschirm abgedunkelt wird.

Und über eine "Take a break"-Funktion bei You Tube können sich Nutzer daran erinnern lassen, eine kurze Guck-Pause einzulegen.

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