30.08.2018 
Danone steigt bei Wasseraufbereiter-Unternehmen "Mitte" ein

Wird dieses Berliner Start-up das neue "Luxus-Soda-Stream"?

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Mitte Wasseraufbereiter: Der smarte Wasseraufbereiter soll im kommenden Jahr in den USA und Europa auf den Markt kommen
Mitte
Mitte Wasseraufbereiter: Der smarte Wasseraufbereiter soll im kommenden Jahr in den USA und Europa auf den Markt kommen

Gesunde oder sogar gesundheitsförderliche Getränke sind aktuell schwer angesagt. Wie angesagt, zeigte gerade die Übernahme des israelischen Wassersprudelherstellers Sodastream durch den amerikanischen Softdrink-Giganten Pepsi. 3,2 Milliarden Dollar hatte dieser dafür hingelegt.

Deutlich kleiner aber nicht weniger interessant ist ein Investment das ein noch verhältnismäßig kleines Startup aus Berlin Mitte am Mittwoch verkündete. Der Hersteller eines Wasseraufbereitungssystems namens Mitte sammelte in einer Finanzierungsrunde 10,6 Millionen Dollar ein.

Keine Summe, die an sich aufhorchen lassen würde. Der Lead-Investor jedoch schon: Danone Manifesto Ventures, der Venturearm des Getränke- und Lebensmittelmultis Danone, der mit Marken wie Evian und Volvic einer der Großen im internationalen Wassergeschäft ist. Eine Sparte, die im vergangenen Jahr angesichts einer massiv steigenden Nachfrage deutliche Gewinnzuwächse verzeichnen konnte.

So soll der Weltmarkt für in Flaschen abgefülltes Trinkwasser Experten von Euromonitor zufolge bis 2021 auf 250 Milliarden Dollar wachsen von 210 Milliarden in 2017.

Doch die Verbraucher werden sich zunehmend der schädlichen Auswirkungen von Plastik bewusst. Zudem stehen die Wassermultis in der Kritik, den Menschen in Entwicklungsländern ihre Quellen wegzukaufen, um ihnen dafür teures Wasser in Plastikflaschen zu verkaufen.

Problemen, denen Danone nun auch mit seinem Investment bei dem 2016 gegründeten Mitte begegnet. Und sich zudem einen Zugang zum sogenannten Heimgetränkemarkt sichert.

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