06.09.2018 
Zweites Billionen-Unternehmen der Wall Street

Wenn Sie 1997 10 Amazon-Aktien gekauft hätten ...

Fast genau einen Monat nach Apple hat auch Amazon die Billionen-Dollar-Marke an der Börse geknackt. Der historische Tag lenkt den Blick auf Amazons rasante Kursentwicklung - und die Reichtümer, die frühe Investoren dabei abgreifen konnten. Die Statista-Illustration der Kursentwicklung zeigt: Schon drei Jahre nach dem Börsengang hatten Investoren ihren Einsatz mehr als verzehnfacht. Die weitere Kursentwicklung illustriert derweil eines der am häufigsten zitierten Bonmots von Investment-Legende Warren Buffett: Kaufe billig, verkaufe nie.

Jeff Bezos
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Jeff Bezos

10 Amazon-Aktien kosteten zum Börsengang am 15. Mai 1997 180 Dollar. Gut 20 Jahre und drei Aktiensplits später ist das Paket 244.741 Dollar wert. Der enorme Wertzuwachs zeigt, warum der Nachrichtendienst "Bloomberg" einen Aktienkauf durch Jeff Bezos' Mutter und andere Familienangehörige des Gründers als möglicherweise "erfolgreichstes Venture-Investment aller Zeiten" bezeichnet. Schon 1995, also etwa zwei Jahre vor dem IPO, hatte Jackie Bezos knapp 850.000 Aktien für 17 Cent pro Stück gekauft.

Sofern Bezos und ihr Ehemann Miguel, der wenige Monate früher gut 580.000 Papiere erstand, seitdem an diesen Paketen festgehalten haben, rechnete "Bloomberg" vor gut einem Monat vor, sei ihr Aktienvermögen knapp 30 Milliarden Dollar schwer. Nach den letzten Kursgewinnen wären es Anfang September sogar gut 33 Milliarden Dollar.

Die Grafik von Statista zeigt aber auch: Nicht nur beim Börsengang von Amazon im Mai 1997 wäre ein guter Kaufzeitpunkt gewesen. Wer sich der selbstquälerischen Übung nach dem Motto "Hätte, Hätte, Fahrradkette" ausgiebig hingeben will, kann auch auf unzählige beliebige Kaufzeitpunkte der vergangenen 21 Jahre schauen. Selbst ein Amazon-Aktienkauf Anfang dieses Jahres wäre noch lukrativ gewesen: Allein seit Januar hat die Bezos-Company mehr als 70 Prozent zugelegt.

luk

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